Was ist Autismus?

Was ist Autismus?

Zum Formenkreis Autismus gehören:

    • frühkindlicher Autismus
    • Asperger-Syndrom
    • atypischer Autismus

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, der komplexe Störungen des zentralen Nervensystems zugrunde liegen – insbesondere im Bereich der Wahrnehmungsverarbeitung – und die bereits im Kindesalter beginnt. In ihrem Zentrum steht eine (schwere) Beziehungs- und Kommunikationsstörung.

Die Diagnose Autismus ist unabhängig vom kognitiven Entwicklungsstand. Das Spektrum des Autismus umfasst daher sowohl Personen mit zum Teil auch schwerer kognitiver Beeinträchtigung als auch Personen mit Normal- oder auch Hochbegabung.

Die Auswirkungen der Störung behindern auf vielfältige Weise die Beziehungen zur Umwelt, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft und die Fähigkeit zur Eingliederung in die Gesellschaft, da sowohl kognitive als auch sprachliche, motorische, emotionale und interaktionale Funktionen betroffen sein können.

Es finden sich oft (weitere) Verhaltensauffälligkeiten wie stereotype, ritualisierte oder wiederholende Interessen und Aktivitäten.


Eine korrekte, differenzierte Diagnose ist wichtig, um die Betroffenen richtig verstehen und gezielte Hilfe leisten zu können.

Symptomsammlungen und Selbstdiagnosemöglichkeiten in Büchern oder Internet ersetzen keine fachliche Diagnose.

Die Diagnose kann im Kindes- und Jugendalter z.B. durch Kinder- und Jugendpsychiater, Kinder- und Jugendpsychiatrien und Sozialpädiatrische Zentren, im Erwachsenenalter durch Psychiater, Neurologen und Psychiatrische Kliniken gestellt werden.